Provider-Deutschland

 

Der Content-Provider kann derjenige sein, der eigene redaktionelle Beiträge und Inhalte zu Verfügung stellt oder ein entsprechendes Programm (CMS) auf Mietbasis bereit hält. Dabei ist es egal bei welchem Provider die jeweiligen Seiten/Domains gehostet werden. Die Inhalte werden vom Content-Provider lediglich verlinkt. Vorteil dieser Möglichkeit ist es, dass der Nutzer sehr kostengünstig ein komfortables CMS nutzen kann und sich nicht um einen eigenen Server kümmern muss (Supportaufwand).

Die Abhängigkeit vom Hostprovider besteht darin, dass die Inhalte nur so lange zur Verfügung stehen, solange die Vertragsbeziehung mit dem Anbieter besteht. Gute Content-Provider stellen nicht nur starr vorgefertigte Templates zur Verfügung, sondern können zu jeder Seite individuelle Anpassungen vornehmen und sind zu jeder Zeit erweiterbar.

Server vs. Client
Serverseitiges CMS
Ein serverseitiges CMS braucht eine serverseitige Programmiersprache, die dort meist in Verbindung mit einer Datenbank steht, welche die Daten direkt auf dem Server verwaltet. Dadurch können Daten weltweit direkt - meist nur mit Hilfe eines Browsers - über das Internet verwaltet werden (siehe WCMS oder auch WMS). Mehrere Nutzer können so eine Webseite verwalten. Viele serverseitige CMS können benutzerspezifische Berechtigungen verwalten. Serverseitige CMS sind für Websites jeglicher Größe geeignet.
Clientseitiges CMS
Clientseitige CMS werden meist mit Hilfe eines Programms, das auf einem Rechner installiert wird, gesteuert. Die Daten werden dann (meist mittels FTP) auf den Server hochgeladen. Deswegen ist keine serverseitige Programmiersprache nötig. Dadurch muss die Webseite immer von diesem einem Rechner verwaltet werden. Diese Variante ist insbesondere für Websites zu empfehlen, die mit großen Medien (z.B. Videos) arbeiten, da deren Bearbeitung über das Internet zu zeitaufwändig oder im Browser nicht möglich ist. Clientseitige CMS bieten meist auch leistungsstarke Layoutfunktionen, mit denen eigene Seitentypen und Vorlagen (so genannte Templates) erstellt werden können.
Mischungen aus diesen Systemen
Es gibt auch Systeme, die eine Mischung aus beiden Systemen beinhalten. Möglich ist z.B. die Verwaltung der Website mit einem Programm, aber nur auf Bereichen für die man eine Berechtigung hat. Dadurch ist eine einfachere Bearbeitung möglich, z.B. direkt aus Word mittels Plug-Ins oder einem eigenen Editor, der die Daten zum Server überträgt.
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Dynamik vs. Statik
Weiterhin unterscheiden sich Systeme in der Art der Auslieferung der erstellten Seiten an den letztendlichen Nutzer:

volldynamische Systeme
Volldynamische Systeme berechnen eine angeforderte Seite bei jedem Aufruf dynamisch neu. Vorteile: Die Seite ist immer 100% aktuell; eine Personalisierung für den Surfer ist i. d. R. sehr einfach oder sogar bereits vorhanden. Nachteile: Die Berechnung kann unter Last zu einer verzögerten Auslieferung der Seiten führen (Performance der Website); alle Inhalte sind auf dem Liveserver verfügbar und können eventuell durch geschicktes "URL-Raten" auch vor der Veröffentlichung eingesehen werden.
statifizierendes System
Statifizierende Systeme berechnen eine Website vollständig vor und legen diese im Filesystem ab. Vorteile: Die Auslieferung der Seite ist äußerst schnell, da der Webserver (Apache, IIS ...) nur statische Seiten ausliefern muss; Ausschließlich zur Veröffentlichung freigegebene Seiten werden auf dem Liveserver gelagert, wodurch ein Zugriff auf nicht veröffentlichte Inhalte ausgeschlossen werden kann. - Nachteile: Die Informationen haben immer einen kleinen Zeitverlust, bis sie exportiert verfügbar sind; Soll eine Personalisierung (Portal) erfolgen, so muss dieses i. d. R. extra angebunden werden.
Hybride Systeme
Hybride Systeme kombinieren die Vorteile der statischen und der volldynamischen Seitenerzeugung. Lediglich die Inhalte, die dynamisch aus einer Datenbank generiert werden müssen (z.B. News, Suchabfragen, personalisierte Inhalte, Shopdaten ...) werden zur Laufzeit aus der Datenbank erzeugt. Alle anderen Inhalte, die nicht laufend Änderungen unterzogen werden (z.B. Seitengerüst, Navigation, aber auch bestimmte Texte und Bilder ...) liegen statisch vor und sorgen damit für ein Optimum an Performance. Hybride Systeme erkennen anhand der Inhalte, welche Seiten statisch sind und welche dynamisch generiert werden müssen.
WCM wird heute als Bestandteil übergreifender Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM) betrachtet. CMS dagegen wird, zumindest außerhalb Deutschlands, allgemein für Content Management Systeme benutzt und beschränkt sich nicht nur auf Web-Content-Management-Systeme (WCMS) oder Redaktionssysteme.

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