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Unter Webhosting, im IT-Jargon oft nur "Hosting" genannt, versteht man die Unterbringung von Webseiten auf einem an das Internet angeschlossenen Server eines Providers. Der Webhoster stellt dabei als Dienstleister oft eine Domain und Speicherplatz auf einem Server zur Verfügung, der von einem Internetnutzer angemietet werden kann. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit, Dateien wie seine Homepage oder auch Bilder auf seinem Webspace abzulegen.
Der Funktionsumfang bei Webhosting-Angeboten kann erheblich variieren. Angefangen von Einsteigerangeboten mit einer Visitenkarte bis hin zu Profipaketen mit MySQL und PHP ist für jeden Bedarf ein passendes Angebot zu finden.
Da jeder ein Gewerbe als Webhoster anmelden und Webhosting anbieten kann, ist der Markt aufgrund vieler Klein- und Kleinstanbieter teilweise sehr unübersichtlich und unterliegt stetigen Veränderungen. Orientierung schaffen daher Branchenportale und die regelmäßigen Providerlisten der Fachzeitschriften.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind die monatlichen Kosten, der Leistungsumfang, die Anbindungsgeschwindigkeit und der Umfang der verfügbaren Serviceleistungen. Auf die für den eigenen Auftritt geführte Internet-Statistik sollte besonders geachtet werden, da wenig aussagekräftige oder fehlerhafte Statistiken häufig anzutreffen sind. Ohne geeignete Internet-Statistik fehlt die Basis, um das Feedback der Besucher auf dem eigenen Internet-Auftritt zu deuten. Für Einsteiger eignen sich zudem primär Angebote, die bereits Software zur Gestaltung und Verwaltung der eigenen Seiten beinhalten.
Für Einsteiger mit wenig technischen Kenntnissen (FTP, SSH, HTML, PHP usw.), bzw. anspruchsvollere Hosting-Kunden gibt es auch Hostingangebote, die ein Web Content Management System beinhalten, z.B. Typo3-Hosting oder Mambo-Hosting.
Für Firmen, die Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen gibt es auch Hostingangebote, die komplett mit Ökostrom betrieben werden, siehe Weblinks.
Jeder, der sich für einen Webhosting-Vertrag entscheidet, sollte einige wichtige Punkte beachten:
Preise von unterschiedlichen Providern vergleichen (siehe Weblinks bzw. Webhostlist).
Billige Einsteigerangebote gibt es sogar für unter 50 Cent pro Monat und
PHP manchmal schon ab einem Euro.
Nur dann ein billiges Einsteigerangebot (zum Beispiel ohne PHP und MySQL) nehmen,
wenn man absolut sicher ist, dass man nie ein Gästebuch oder Forum betreiben
will.
Werbeeinblendungen dürfen selbst bei Billigangeboten nicht sein. Die Ausnahme
bildet hier kostenloser Webspace.
Wenn man selbst kein Profi ist, sollte man auf eine gute Hotline Wert legen
Angebote auf Preis, Speicherplatz, Traffic und andere wichtige Leistungsmerkmale
hin überprüfen
Es gibt viele Webhoster, die oft trickreich und mit schönen Prospekten
versuchen, ahnungslose Kunden zur Anmeldung bei einem überteuerten Vertrag
zu überzeugen. So weiß der ahnungslose Betreiber einer Webseite beim
Hochladen eines etwas Speicherplatz intensiveren Downloads oft nicht, was ihn
jedes zusätzliche Gigabyte Traffic kostet und wo er über das bisherige
Datenaufkommen informiert werden kann. Die Hotline sollte auch bei "dummen"
Fragen freundlich und kompetent reagieren.
Besonders beachtet werden sollte zudem, ob der Webhoster seinen Support ausschließlich über eine teure 0900-Nummer anbietet oder ob dieser Service im Vertrag inklusive ist.
Siehe auch: Application Service Provider